Schlemihl Kapitel 7
Nachdem ich Bendel verlassen hatte, zog ich aus der Stadt als Fremde. Ich ging allein in die trübe Welt--der Mond war mein einziger Gefährte. Mit meinem dunklen Mantel und großen Hut in der schwarzen Dunkelheit konnte niemand mich erkennen. Ich ging durch das Tor und überquerte den Platz, auf dem Mina mich zuerst sah. Plötzlich fing ich zu weinen an. Die Tränen waren bitterkalt und voller Wut und Verzweiflung. Ich hasste Minas Vater; ich hasste Rascal; ich hasste den grauen Mann so sehr. Wie konnte der graue Mann mich so betrügen und mein Leben zerstören? Er war bestimmt der Teufel. Und Minas Vater, warum war er so gegen mich? Was ist wichtig an einem Schatten? Und Rascal--die Wut machte mich schwach und ich fiel nochmal in Ohnmacht am Weg. Ich erwachte unter einem Lindenbaum. Trockene Tränen klammerten sich an meinen Wangen. Ich wollte dort bleiben und rasten, aber ich wusste, dass ich noch wandern musste. Ich fühlte etwas in meiner Tasche und zog den Vertrag des grauen Mannes aus....