Jakob der Lügner
Ich hatte gemischte Gefühle über den Film. Zuerst war die Handlung des Films ganz langsam und ein bisschen langweilig. Ich hatte die Rückblende gern, durch die das Leben vor der Nazi Machtergreifung gezeigt wurde. Diese Rückblenden gaben dem Film ein Gefühl von Bewegung, das nicht in den Szenen auf dem Güterbahnhof war. Die Rückblenden zeigten auch den krassen Unterschied zwischen dem Leben vor und nach der Machtergreifung der Nazis. Früher waren die Juden ziemlich reich und wohlhabend, aber jetzt sind sie müde, arm und trostlos.
Der Film zeigt die schlechten Lebensbedingungen sehr gut. Es gab harte Arbeit, schmutzige, kleine Zimmer und einen Verlust der Hoffnung. Das Kind gefiel mir gar nicht. Sie war nervig und offenbarte alles, was Jakob ihr erzählt hatte. Am liebsten hatte ich die Szene, in der Jakob sie ins Gesicht schlug. Ich dachte, dass sie es verdient hatte.
Ich fand es traurig, dass Rosa dachte, der Krieg würde zu Ende. Mischa wusste aber, dass die Juden deportieren wurden. Das ist ein klares Beispiel von den Folgen von Jakob, der allen Lügen erzählte. Naja, seine Lügen gaben den Leuten Hoffnung, aber es war nur eine falsche Hoffnung. Der Krieg war nicht zu Ende und die Russen waren weit weg vom Ghetto. Dachte er nicht, dass so eine Lüge (dass er ein Radio besaß) ihn und andere in Gefahr bringen konnte?
Ich fand es interessant, dass dieser Film ein ostdeutscher Film ist. Der Film ist ein bisschen schlimmer als Filme aus der gleichen Zeit in westlichen Ländern, aber er ist noch eine gute Darstellung des Lebens in einem Ghetto.

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